
Vom Schreibtisch des Pastors
"Weiter sage ich euch: Wenn zwei von euch auf
Erden übereinkommen über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen, so
soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel." (Matthäus 18,19)
Wir erhalten in Matthäus 18,19 einen Schlüssel von Jesus, nämlich den,
dass wir übereinstimmend beten sollen. Wir lesen, dass wenn wir über irgendeine Sache übereinstimmen für die wir beten wollen, so wird es uns zuteilwerden. Wie soll das aber gehen, wo wir alle unterschiedlich sind? In der
New Life Church zum Beispiel haben wir Menschen aus über 38 Nationalitäten
unter einem Dach versammelt. Da hapert es schon an den unterschiedlichen
Sprachen. Nicht jeder spricht Deutsch oder Englisch. Bevor wir
übereinstimmend beten können, muss oftmals erst ein Dolmetscher her.
Manche Menschen sind in extremer Armut aufgewachsen. Andere wiederum in
Ländern, wo es ihnen an nichts mangelt. Die Gedanken über Kindererziehung,
Essenszubereitung, was man essen soll oder darf, Schulsysteme und
Politik
sind quasi von Geburt an unterschiedlich.
Aber nicht nur in unserer Gemeinde gibt es Unterschiede oder unterschiedliche
Meinungen. In jeder Gemeinde wird eifrig über unterschiedliche Themen
diskutiert: z.B. darüber, ob ein Gemeindebus notwendig ist oder nicht, ob
die Predigt des Pastors gut oder schlecht war und ob ein Anbau oder Umbau der
Gemeinderäumlichkeiten eine gute Investition wäre oder nicht. In Firmen gibt
es unterschiedliche Führungsstile. Bei den Bundestagswahlen gibt es
unterschiedliche Meinungen. Bei Lebensmitteln gibt es mittlerweile so viele
Marken und unterschiedliche Sorten, dass man den Durchblick ganz leicht
verlieren kann. Und das alles nur weil es zwei von uns nicht immer leicht
fällt über irgendeine Sache übereinzukommen. Dennoch ist es ein wichtiger
Schlüssel in der Gebetserhörung.
Sollen wir verzagen? Sollen wir diskutieren bevor wir beten um sicher zu
stellen, dass wir wirklich übereinstimmend beten? Meistens sind wir nicht
nur zu Zweit wenn wir über Finanzen, Gemeindebusse, die Kranken oder
sonstige Gemeindeangelegenheiten beten. Wenn zwei Menschen grundverschieden
sind, wie sieht es denn dann aus wenn 30 oder 100 oder mehr übereinstimmend beten
sollen?
Als der Heilige Geist ausgegossen wurde in der Apostelgeschichte Kapitel 2,1
waren 120 Leute
einmütig beisammen! Sie warteten gemeinsam
auf den Heiligen Geist, den Tröster den Jesus ihnen in Johannes 16,7
versprochen hatte. Den Beistand, den Helfer.
Auch wir haben viele Verheißungen von Jesus empfangen. In Lukas 4,18 lesen
wir:
»Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat,
den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen,
die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den
Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene
in Freiheit zu setzen...«